Ein grosses Merci an Bethly Wirth!

Nach 53 Jahren tritt Bethly Wirth als Vereinspräsidentin zurück. (Foto: zvg)

Sage und schreibe 53 Jahre lang lenkte Bethly Wirth als Präsidentin die Geschicke des Samaritervereins Bümpliz. Jetzt gibt sie die Vereinsführung weiter.

Es ist 1968, die Jugend revoltiert, das Schweizer Fernsehen sendet erstmals in Farbe, und die Samariter bieten neu auch Nothilfekurse an. Im selben Jahr wählt der Samariterverein Bümpliz eine junge Frau zur Präsidentin. Bethly Wirth erinnert sich: Zu Beginn sei es schwierig gewesen. «Als ich mit 30 angefangen habe, hiess es: ‹Was, eine Frau als Präsidentin? ›» Mit ihrer unkomplizierten, kameradschaftlichen Art zieht sie die Skeptiker aber schon bald auf ihre Seite.

Über fünf Jahrzehnte lang bleibt sie Präsidentin. Sie leitet Versammlungen, stellt Jahresprogramme zusammen, plant gemeinsame Anlässe und Ausflüge und organisiert
Kurse und Sanitätsdienste. «Es geht vor allem ums Organisieren», beschreibt sie ihre Aufgabe. Mehr als 30 Jahre ist sie auch als Samariterlehrerin aktiv und engagiert sich im Samariterbund in der Kommission für Vereinsarbeit. «Ich nahm mir einfach die Zeit dafür», erklärt sie lapidar. Den «Verleider» habe sie nie gehabt, wie sie sagt. «Sonst hätte ich das nicht so lange gemacht.»

Der Samariterverein Bümpliz bildete im Jahr 2019 (vor Corona) 480 Kursteilnehmer aus, davon 260 Personen in Firmen. In ihrer Präsidialzeit wurden über 21’000 Menschen in Erster Hilfe ausgebildet. An 38 Sport-, Fest-, Firmen- und kulturellen Anlässen leisteten die Samariter Sanitätsdienste und dabei 516 Hilfeleistungen angeboten.

Eigentlich wollte Bethly Wirth spätestens 2018 aufhören. Weil der Verein aber nach 45 Jahren in der Zivilschutzanlage Kleefeld eine neue Bleibe suchen musste, verschob sie den Rücktritt. Den aufwändigen Lokalwechsel wollte sie noch mitmachen. Im Restaurant
Kleefeld werden nun im grossen Saal mehrmals monatlich Kurse und Weiterbildungen absolviert. Das wird die Gäste des Restaurants nicht stören. Zudem steht dem Samariterverein Bümpliz auch ein Materialraum im Untergeschoss zur Verfügung. Dank dem Restaurant Kleefeld geht es auch nach 120 Jahren bestehen mit dem Samariterverein
weiter.

«Wir hatten es immer schön zusammen, haben immer viel gelacht. Dafür möchte ich auch mal allen Danke sagen. Danke für all die schönen Momente und die Unterstützung!»

Ein Verein habe auch eine soziale Verantwortung, findet sie. 1985 rief sie deshalb den Silberclub ins Leben, eine Gruppe für die älteren Vereinsmitglieder. Ihr war es stets ein Anliegen, dass sich niemand ausgeschlossen fühlt, schon gar nicht jene, die sich jahrelang
im Verein engagiert haben. Die Samariterin ist überzeugt: «Kameradschaft und Zusammenhalt sind das Wichtigste im Verein.»

Mit Anita Gerber und Denise Tschannen übernimmt die junge Generation die Vereinsleitung. «Ich habe ein gutes Gefühl», sagt Bethly Wirth. Einziger Wermutstropfen ist die aktuelle Situation mit dem Coronavirus. Ein Wechsel unter normalen Umständen wäre ihr lieber gewesen. Dennoch blickt sie zuversichtlich in die Zukunft des Vereins,
dem sie auch weiterhin die Treue hält. «Ich werde sicher noch an Übungen und der Vereinsversammlung teilnehmen. Aber einmischen werde ich mich nicht», verspricht sie und ergänzt: «Ich kann vielleicht gut reden, aber ich kann auch ganz gut schweigen.» Wir danken Bethly Wirth für Alles, wünschen alles Gute und viele schöne Stunden mit Ehemann Leo.

– die Samaritervereinigungen Stadt Bern und Bümpliz

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