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Defikarte.ch – Der Eintrag kann Leben retten!

Dank Defikarte.ch ist der Standort des nächsten, verfügbaren AED schnell ausgemacht.

Auf der Karte ist auch gleich ersichtlich, ob es sich beim nächstgelegenen Defi um ein Gerät handelt, das rund um die Uhr (grünes AED-Signet) oder nur zeitlich beschränkt (oranges AED-Signet) zugänglich ist. Via Smartphone kann man sich direkt zum nächstgelegenen AED navigieren lassen.

Bis heute sind bereits Tausende von AEDs in der Karte eingetragen – allerdings noch längst nicht alle. Daher ist defikarte.ch darauf Unterstützung angewiesen. Kennen auch Sie AED-Standorte, die in der Karte nicht aufgeführt sind? Falls ja, bitten wir Sie, diese mittels Meldeformular auf der App auf der Website einzutragen. Oder haben Sie auf defikarte.ch einen AED-Standort gesehen, der nicht mehr existiert? Dann melden Sie dies ebenfalls via Formular. Ihr Eintrag kann Leben retten.

«Gehirnerschütterungen sind nie belanglos!»

Eine Gehirnerschütterung ist meist von Kopfschmerzen oder Übelkeit begleitet. Sie ist die leichteste Form einer Schädel-Hirn-Verletzung. Typische Zeichen: Verwirrtheit, Erinnerungslücken und oft auch kurzzeitige Bewusstlosigkeit.

Die kürzlich angelaufene Produktion von Netflix gibt keine neuen Erkenntnisse über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister zog sich beim Skifahren in den französischen Alpen bei einem Sturz, trotz Helm, ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zu. Es war ein tragischer Unfall. «So schlimme und langanhaltende Folgen muss nicht jede Kopfverletzung haben», betont Dr. med. Peter Zangger, Facharzt für Neurologie, Mitgründer und Ehrenmitglied von FRAGILE Suisse. Doch der Fall von Michael Schumacher zeige, wie das Leben schnell in eine andere, ungewollte Richtung gehen könne.

Leichte traumatische Hirnverletzung

Gehirnerschütterungen (oder Commotio cerebri) sind häufiger, als man denkt. Sie ereignen sich beim Sport, bei Verkehrsunfällen und vor allem bei Stürzen. Eine Gehirnerschütterung ist die leichteste Form eines Schädel-Hirn-Traumas oder eine «leichte traumatische Hirnverletzung», wie Peter Zangger sagt. «In der Schweiz erleiden pro Jahr rund 40000 Menschen eine solche Verletzung.» Kopfverletzungen sind eine häufige Unfallfolge, mit denen auch Samariterinnen und Samariter konfrontiert sind. «Die Symptome sind unterschiedlich. Meist sind es kürzere Bewusstseinstrübungen bis kurze Nicht-ansprechbarkeit», meint der Neurologe, der 35 Jahre Erfahrung im Umgang mit Hirnverletzungen hat. Doch es können auch Gleichgewichtsstörungen oder Amnesien bis zu einem Tag auftreten. Typisch seien anfängliche Benommenheit, Schwindel oder Seh- und Gedächtnisstörungen. «Verdächtig ist, wenn der Patient bewusstlos war, eine Erinnerungslücke betreffend Unfallhergang hat oder über Kopfschmerzen und Übelkeit klagt.»

Nicht unbeobachtet lassen

Die Ursache jeder Hirnerschütterung sei eine grosse Kraft- oder heftige Schleudereinwirkung auf das Gehirn, erklärt Peter Zangger. Dabei «kann das Gehirngewebe gequetscht oder übermässig gezerrt werden». Eine Diagnose von aussen ist schwierig. «Es ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, wie ernsthaft die Kopfverletzung ist.» Deshalb empfiehlt Peter Zangger, für die Beurteilung des Gesundheitszustandes den Glasgow Coma Score (GCS) anzuwenden. «Die Bewertung des Bewusstseinszustands erfolgt anhand von drei Kriterien.» Zu prüfen sei, ob der Patient die Augen spontan öffnen könne, ob er zusammenhanglose Laute von sich gebe und wie seine motorischen Fähigkeiten seien. Ihm ist bewusst, dass sich bei der Ersten Hilfe eine Kopfverletzung nicht immer nach solchen definierten Standards beurteilen lässt. Oft reiche es, die Betroffenen für einige Stunden «aus dem Verkehr zu ziehen» und eine «lockere» Überwachung zu organisieren. «Bei Sportanlässen sollte der Patient dem Wettkampf fernbleiben.»

Das Credo: ernst nehmen

Meist heilt eine Gehirnerschütterung bei den Betroffenen ohne langwierige Folgen innert Tagen aus. «In 85 Prozent der Fälle bleiben keine erkennbaren Folgen zurück.» Die grösste Gefahr besteht darin, dass sich eine Person durch einen erneuten Sturz wieder verletzt. Dann ist grosse Vorsicht geboten. «Vor allem bei mehreren durchgemachten Gehirnerschütterungen kann es beim Heilungsprozess zu Komplikationen kommen.» Bei Tests stelle man oft geringe Defizite fest. Beispielsweise in der Feinmotorik, beim Gleichgewichtssinn oder beim visuellen System. Das kann zu «einer geringen Zunahme von vorzeitiger Demenz führen». Gehirnerschütterungen sollte man also nicht auf die leichte Schulter und die Warnzeichen ernst nehmen. «Im Zweifelsfalle ist eine Spitaleinweisung die beste Lösung», sagt der Neurologe und fügt hinzu: «Gehirnerschütterungen sind nie belanglos!»

HINWEISE AUF GEHIRNERSCHÜTTERUNG

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Bewusstlosigkeit
  • Ungewohnte Verhaltensweisen
  • Erinnerungslücken betreffend Unfallhergang

FRAGILE Suisse Fragen zu Hirnerschütterungen oder anderen Hirnverletzungen? Bei FRAGILE Suisse, der Organisation für Menschen mit Hirnverletzung und deren Angehörige, erhält man weiter gehende Informationen: www.fragile.ch

Quelle: «Samariter», die Verbandszeitschrift des SSB, Ausgabe 4/2021 (Text: Paolo D’Avino).

Alles über Pilze: Der neue Samariter-Atlas!

Im Supermarkt liegen Pilze wie selbstverständlich beim Obst und Gemüse. Aber eigentlich gehören sie da gar nicht hin. Denn Pilze sind keine Pflanzen. Sie bilden ein eigenes Reich.

Entwicklungsgeschichtlich stammen sie aus der gleichen Quelle wie die Tiere, sie haben sich jedoch frühzeitig abgespaltet. Seither haben sie sich die Erde untertan gemacht, kommen fast überall vor und leben von den organischen Stoffen, die andere Lebewesen aufbauen oder aufgebaut haben. Ein bisschen klingt das nach «Leben auf Kosten anderer». Aber ohne Pilze gäbe es keinen Stoffkreislauf.

Aus dem Inhalt:

  • Früchte des Waldes: Die beliebtesten Speisepilze
  • Pilze sammeln: Sieben goldene Regeln
  • Finger weg! Die giftigsten Pilze
  • Kulturpilze: Pilze aus Schweizer Produktion
  • Herbstzeit ist Pilzzeit: Pilze verarbeiten und konservieren
  • Quiz und Erntekalender

Den Samariter-Atlas «Hut ab! Alles über Pilze» können Sie jetzt im Shop bestellen.

Kanton Bern: Ausweitung der Maskentrag- und Zertifikatspflicht ab 29.11.2021

(Medienmitteilung des Kantons Bern) Weil sich die Corona-Situation auch im Kanton Bern deutlich verschärft, hat der Regierungsrat eine Ausweitung der Maskentragpflicht beschlossen. Ab Montag, 29. November 2021 gilt sie namentlich wieder in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen, an Veranstaltungen, im Aussenbereich von Bahnhöfen und Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sowie in Spitälern, Heimen und Kitas. Auch an den Schulen wird für Kinder ab dem 5. Schuljahr wieder eine Maskentragpflicht eingeführt.

Am vergangenen Mittwoch (24.11.2021) hat der Bundesrat die aktuelle epidemiologische Situation in der Schweiz zwar als kritisch eingestuft. Er hält schweizweite Verschärfungen der Massnahmen aber derzeit nicht für angezeigt, fordert die Kantone jedoch auf, wo nötig zu handeln. Der Regierungsrat hat die Situation im Kanton Bern analysiert. Auf Grund der epidemiologischen Lage hat er heute Freitag (26.11.2021) zusätzliche Massnahmen beschlossen, namentlich eine Ausweitung der Maskentragpflicht. Er hat die kantonale Covid-19 Verordnung entsprechend angepasst.

Erweiterte Maskentragpflicht im öffentlichen Raum und an Veranstaltungen

Die Corona-Impfung verhindert schwere Krankheitsverläufe sehr effizient und entlastet damit die Gesundheitsinstitutionen. Da sich aber auch geimpfte Personen mit dem Virus infizieren und dieses weiterverbreiten können, hat der Regierungsrat beschlossen, die Maskentragpflicht unabhängig von einer allfälligen Zertifikatspflicht auszudehnen. Das heisst:

  • Jede Person muss ab 12 Jahren während einer Veranstaltung, an Märkten sowie an Fach- und Publikumsmessen eine Gesichtsmaske tragen, unabhängig davon, ob der Zugang auf Personen mit einem Zertifikat beschränkt ist. Ausgenommen sind Rednerinnen und Redner, Personen, die sportliche oder kulturelle Aktivitäten ausüben, sowie Gäste während des Konsumierens von Speisen und Getränken. Ebenfalls ausgenommen sind Mitarbeitende ohne Kontakt zu Gästen oder Besucherinnen und Besuchern sowie Personen an privaten Veranstaltungen. Konsumationen vor Ort sind in abgetrennten Innen- und Aussenbereichen zulässig, über 16jährige Personen müssen ein Zertifikat vorweisen.
  • Neu müssen Personen, die sich in öffentlich zugänglichen Innenräumen von Einrichtungen und Betrieben aufhalten, eine Gesichtsmaske tragen. Dies unabhängig davon, ob der Zugang auf Personen mit einem Zertifikat beschränkt ist. Bei der Maskentragpflicht gelten die gleichen Ausnahmen wie bei Veranstaltungen, Märkten sowie Fach- und Publikumsmessen. Die Maskentragpflicht gilt auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kontakt zu Gästen oder Besucherinnen und Besuchern haben (bspw. Personal in Fitnesszentren).
  • Die Maskentragpflicht gilt neu auch in den Aussenbereichen der Warteräume und den Zugängen des öffentlichen Verkehrs.
  • Die Maskentragpflicht gilt auch für das Personal der Kindertagesstätten; die bislang geltende Ausnahme des Bundesrechts fällt weg.
  • In der ambulanten Pflege tätige Personen, namentlich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Spitex-Organisationen, müssen eine Gesichtsmaske tragen.
  • Die Maskentragpflicht in Innenräumen von Schulen wird auf Schülerinnen und Schüler ab dem fünften Schuljahr der Primarstufe sowie auf alle Lehrkräfte ausgedehnt. Die Maskentragpflicht gilt auch während des Unterrichts sowie für das administrative Schulpersonal und die Eltern bei Schulbesuchen. Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Kindergärten und Klassen bis zum vierten Schuljahr. In den Mittel- und Berufsschulen gilt die Maskentragpflicht bereits seit September.
  • Spitäler, Pflege-, Behinderten- sowie Kinder- und Jugendheime sind für Besucherinnen und Besucher ab 16 Jahren nur mit einem Zertifikat zugänglich.

Massnahmen im öffentlichen Raum bis 23. Dezember befristet

Mit den neuen Massnahmen will der Regierungsrat Schliessungen oder Teilschliessungen von ganzen Branchen, wie sie in der Vergangenheit schon angeordnet werden mussten, wenn immer möglich vermeiden. Im Sinne einer möglichst milden Massnahme beschränken sich die vom Regierungsrat beschlossenen Änderungen deshalb auf eine Ausweitung der Maskentragpflicht und der Zertifikatspflicht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass mit einem sinnvollen und disziplinierten Einsatz von Schutzmasken das epidemiologische Geschehen eingedämmt werden kann. Angesichts der sich schnell verschärfenden epidemiologischen Lage gelten die zusätzlichen kantonalen Massnahmen bereits ab kommenden Montag, 29. November, und sind bis am 23. Dezember 2021 befristet. Die erweiterte Maskenpflicht im Bildungsbereich gilt vorläufig bis zum 24. Januar 2022. Der Regierungsrat wird die Lage laufend beobachten und soweit erforderlich über eine Verlängerung oder Anpassung der Massnahmen entscheiden.

Weitergehende Empfehlungen des Regierungsrats

Da die Anzahl Corona-Infektionen im Kanton Bern seit Mitte Oktober wieder exponentiell ansteigt und in diesen Tagen Rekordwerte erreicht hat, empfiehlt der Regierungsrat zudem dringend die Rückkehr zu möglichst viel Homeoffice. Ist das nicht möglich und teilen sich Personen die Räumlichkeiten, sollte in Gemeinschaftsbüros zwingend eine Maske getragen werden. Dies gilt auch für Sitzungen. Weiter empfiehlt der Regierungsrat den Spitalverantwortlichen, beim Personal die 3G-Regel einzuführen oder repetitive Testungen zu organisieren.

Weitere Infos: https://www.besondere-lage.sites.be.ch/ 

Retten ist KLASSE – Erste Hilfe an Schulen

An Schweizer Schulen verletzen sich laut Hochrechnungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) jedes Jahr rund 49’000 Schülerinnen und Schüler. Bereits einfache Massnahmen können wesentlich dazu beitragen, schlimme Folgen zu verhindern oder gar Leben zu retten.

Die Rega und der Schweizerische Samariterbund haben daher das Programm  «Retten ist KLASSE – Erste Hilfe an Schulen» ins Leben gerufen. Das Programm richtet sich an Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren.

Ziel des Programms ist es, die Schülerinnen und Schüler für das Thema «Erste Hilfe» zu sensibilisieren, ihnen die erforderlichen Erste-Hilfe-Grundkenntnisse zu vermitteln und sie zum Handeln zu motivieren.

Erste Hilfe leisten ist keine Frage des Alters

Erste Hilfe zu leisten und in Notfallsituationen schnell und richtig zu handeln, ist keine Frage des Alters. In einfachen und speziell auf Jugendliche ausgerichteten Sequenzen lernen die Schülerinnen und Schüler, wie sie eine Notfallsituation erkennen, wie sie richtig handeln und sich kompetent verhalten. Getreu dem Grundsatz: «Nur nichts tun ist falsch».

Einfach in den Unterricht einbauen

Das Programm «Retten ist KLASSE – Erste Hilfe an Schulen» umfasst ein eBook und ist in drei Unterrichtseinheiten aufgeteilt:

  1. Alarmierung
  2. Erste-Hilfe-Massnahmen (Notfall erkennen, Druckverband anlegen und die stabile Seitenlagerung anwenden)
  3. Erste-Hilfe-Massnahmen (Wiederbelebung)

Die Lerneinheiten können einfach in den Unterricht eingebaut werden. Sie bestehen sowohl aus Theorie als auch aus praktischen Übungen und sind so konzipiert, dass die Lehrpersonen keine besonderen Erste-Hilfe-Vorkenntnisse benötigen, um die Inhalte zu vermitteln.

Hemmschwellen abbauen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken

Hemmschwellen und Ängste im Zusammenhang mit Notfällen sind menschlich. Die Unterrichtspläne für «Retten ist KLASSE» sind so aufgebaut, dass die Schülerinnen und Schüler ganz natürlich an das Thema «Erste Hilfe» herangeführt werden und lernen, wie sie mit Ängsten und Hemmschwellen umgehen und diese erfolgreich abbauen können. Den erlernten Stoff können sie unmittelbar praktisch anwenden.

Zu wissen, was in einer Notsituation zu tun ist, stärkt das Vertrauen der Schülerinnen und Schüler in die eigenen Fähigkeiten.

Die Sicherheit verbessern – auch an Ihrer Schule

Personen, die in Erster Hilfe geschult sind, sind erfahrungsgemäss eher bereit, in einer Notsituation zu helfen – umso mehr, wenn jemand diese Kenntnisse bereits als Jugendliche oder Jugendlicher erwirbt. Diese Bereitschaft trägt wesentlich dazu bei, die Sicherheit auch an Ihrer Schule zu verbessern.

>> Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website des Schweizerischen Samariterbundes SSB

Gold und Silber – welche Seite muss wo hin?

Die Rettungsdecke gehört in jede Auto- und Freizeitapotheke. Sie schützt vor Unterkühlung und hat ausserdem noch weitere praktische Eigenschaften. Aber welche Seite muss denn nun nach innen bzw. aussen?

Rettungsdecken sind vielseitig einsetzbar. Ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt, hat sich das Material auch im Rettungswesen bewährt. Eine Rettungsdecke nach DIN-Norm misst 210×160 cm und besteht aus zwei Schichten: einer meist gelblichen Polyesterfolie und einer stark reflektierenden Beschichtung aus Aluminium. Daher haben die meisten Rettungsdecken eine goldene und eine silberne Seite.

Schutz gegen Unterkühlung

Zum Einsatz kommt die Rettungsdecke meistens dann, wenn Unterkühlung droht. Auch wenn eine Person unter Schock steht und zu frieren beginnt, kann sie den Körper bei der Regulierung der Körpertemperatur unterstützen. Dazu wird die Person sorgsam in die Folie eingewickelt. Das Gesicht bleibt frei. Damit die aufgewärmte Luft zwischen Körper und Decke nicht wieder entweicht, kann man die Decke an den Enden verknoten oder zusammenkleben. Zusätzliche Kleidung oder Decken unter der Rettungsdecke sorgen für eine wärmende Schicht.

Die Rettungsdecke selbst hat keine isolierende Funktion. Dafür ist sie viel zu dünn. Stattdessen reflektiert sie die Körperwärme und verhindert, dass diese durch Abstrahlung verloren geht. Die silberne Seite zeigt dabei nach innen zum Körper hin, da die Reflektion auf dieser Seite etwas stärker ist. Allerdings ist der Unterschied nicht sehr gross, weshalb die Frage nach der Seite nicht ganz so entscheidend ist. Wichtiger ist, dass die Decke nicht zu eng anliegt und die frierende Person auch gegen den kalten Boden hin abgeschirmt ist.

Schattenspender und Notsignal

Auch bei Überhitzung kann die Rettungsdecke ein probates Hilfsmittel sein. Allerdings sollte die Person in diesem Fall nicht darin eingewickelt werden. Die Luft sollte weiterhin um den Körper zirkulieren können. Für die grösstmögliche Abstrahlung zeigt die silberne Seite dabei nach aussen, weg vom Körper. Aufgespannt ist die Decke ausserdem ein wirksamer Schattenspender und schützt Patientinnen und Patienten sowie Helfende bei Bedarf auch vor neugierigen Blicken.

Die Folie hat noch weitere praktische Eigenschaften. Zum einen ist sie wind- und wasserdicht, was sie auch für Outdoor-Aktivitäten unentbehrlich macht. Bei einem plötzlichen Wetterumbruch wird daraus im Handumdrehen ein Unterstand oder ein Not-Biwak. Zum andern ist ihre glänzende Oberfläche ausserdem sehr auffällig und sorgt für gute Sichtbarkeit. Bei einer Bergungsaktion erleichtert das den Rettungskräften die Suche. Insbesondere bei Notfällen im Schnee sollte die goldene Seite nach aussen zeigen, da diese vom Helikopter aus besser zu sehen ist.

Auf shop.samariter.ch finden Sie neben Samariter-Rettungsdecken viele weitere Erste-Hilfe-Artikel zu attraktiven Preisen.

Artikel aus dem «samariter» Magazin, der Verbandszeitschrift des SSB (Ausgabe 3/2021).

Ein grosses Merci an Bethly Wirth!

Nach 53 Jahren tritt Bethly Wirth als Vereinspräsidentin zurück. (Foto: zvg)

Sage und schreibe 53 Jahre lang lenkte Bethly Wirth als Präsidentin die Geschicke des Samaritervereins Bümpliz. Jetzt gibt sie die Vereinsführung weiter.

Es ist 1968, die Jugend revoltiert, das Schweizer Fernsehen sendet erstmals in Farbe, und die Samariter bieten neu auch Nothilfekurse an. Im selben Jahr wählt der Samariterverein Bümpliz eine junge Frau zur Präsidentin. Bethly Wirth erinnert sich: Zu Beginn sei es schwierig gewesen. «Als ich mit 30 angefangen habe, hiess es: ‹Was, eine Frau als Präsidentin? ›» Mit ihrer unkomplizierten, kameradschaftlichen Art zieht sie die Skeptiker aber schon bald auf ihre Seite.

Über fünf Jahrzehnte lang bleibt sie Präsidentin. Sie leitet Versammlungen, stellt Jahresprogramme zusammen, plant gemeinsame Anlässe und Ausflüge und organisiert
Kurse und Sanitätsdienste. «Es geht vor allem ums Organisieren», beschreibt sie ihre Aufgabe. Mehr als 30 Jahre ist sie auch als Samariterlehrerin aktiv und engagiert sich im Samariterbund in der Kommission für Vereinsarbeit. «Ich nahm mir einfach die Zeit dafür», erklärt sie lapidar. Den «Verleider» habe sie nie gehabt, wie sie sagt. «Sonst hätte ich das nicht so lange gemacht.»

Der Samariterverein Bümpliz bildete im Jahr 2019 (vor Corona) 480 Kursteilnehmer aus, davon 260 Personen in Firmen. In ihrer Präsidialzeit wurden über 21’000 Menschen in Erster Hilfe ausgebildet. An 38 Sport-, Fest-, Firmen- und kulturellen Anlässen leisteten die Samariter Sanitätsdienste und dabei 516 Hilfeleistungen angeboten.

Eigentlich wollte Bethly Wirth spätestens 2018 aufhören. Weil der Verein aber nach 45 Jahren in der Zivilschutzanlage Kleefeld eine neue Bleibe suchen musste, verschob sie den Rücktritt. Den aufwändigen Lokalwechsel wollte sie noch mitmachen. Im Restaurant
Kleefeld werden nun im grossen Saal mehrmals monatlich Kurse und Weiterbildungen absolviert. Das wird die Gäste des Restaurants nicht stören. Zudem steht dem Samariterverein Bümpliz auch ein Materialraum im Untergeschoss zur Verfügung. Dank dem Restaurant Kleefeld geht es auch nach 120 Jahren bestehen mit dem Samariterverein
weiter.

«Wir hatten es immer schön zusammen, haben immer viel gelacht. Dafür möchte ich auch mal allen Danke sagen. Danke für all die schönen Momente und die Unterstützung!»

Ein Verein habe auch eine soziale Verantwortung, findet sie. 1985 rief sie deshalb den Silberclub ins Leben, eine Gruppe für die älteren Vereinsmitglieder. Ihr war es stets ein Anliegen, dass sich niemand ausgeschlossen fühlt, schon gar nicht jene, die sich jahrelang
im Verein engagiert haben. Die Samariterin ist überzeugt: «Kameradschaft und Zusammenhalt sind das Wichtigste im Verein.»

Mit Anita Gerber und Denise Tschannen übernimmt die junge Generation die Vereinsleitung. «Ich habe ein gutes Gefühl», sagt Bethly Wirth. Einziger Wermutstropfen ist die aktuelle Situation mit dem Coronavirus. Ein Wechsel unter normalen Umständen wäre ihr lieber gewesen. Dennoch blickt sie zuversichtlich in die Zukunft des Vereins,
dem sie auch weiterhin die Treue hält. «Ich werde sicher noch an Übungen und der Vereinsversammlung teilnehmen. Aber einmischen werde ich mich nicht», verspricht sie und ergänzt: «Ich kann vielleicht gut reden, aber ich kann auch ganz gut schweigen.» Wir danken Bethly Wirth für Alles, wünschen alles Gute und viele schöne Stunden mit Ehemann Leo.

– die Samaritervereinigungen Stadt Bern und Bümpliz

Mit einer grossen Portion Schweizer Tradition und Heimat

Die Samaritervereinigung Bern publiziert die Schweizer Samariter-Atlanten zu den Themen «Kräuter & Gewürze» und «Kern- und Steinobst – im Herbst kommt noch neu ein Pilzatlas heraus. Leserinnen und Leser können damit Früchte und Pflanzen nicht nur theoretisch, sondern hautnah kennenlernen. Für Thomas Fuchs, Präsident der Samaritervereinigung Bern, ist diese ein Beitrag zu einem nachhaltigen Lebensstil.

Nachhaltigkeit, Biodiversität ist in aller Munde zurzeit. Wann macht Nachhaltigkeit Sinn?

Thomas Fuchs: Der Begriff «Nachhaltigkeit» wird im Moment leider viel zu häufig als inhaltloses Modewort verwendet. Das Proklamieren einer nachhaltigen Lebens- und Arbeitsweise gehört zum guten Ton. Ich versuche weniger symbolpolitisch, sondern anhand konkreter Fragenstellungen unserer Gesellschaft und auch meines ganz persönlichen Lebensalltags nachhaltig zu leben und zu konsumieren. Nachhaltigkeit macht immer Sinn, denn es geht ja darum vorhandene Ressourcen möglichst zielgerichtet einzusetzen und dabei auch ihre Wiedergewinnung und die ökologischen Konsequenzen zu berücksichtigen. Meine Überzeugung ist es, dass wir Menschen gut beraten sind, wenn wir uns an unseren ureigensten Platz in der Natur erinnern und uns mit unserem Verhalten als Teil des Ganzen sehen. Wie immer geht es aber auch bei der Nachhaltigkeitsfrage um ausgewogene Abwägung einzelner Massnahmen im Hinblick auf deren Wirkung und Nebenwirkung.

Die Samaritervereinigung Bern empfiehlt die Schweizer Samariter-Atlanten zu den Themen «Kräuter & Gewürze» und «Kern- und Steinobst». Was erwartet hier die Leser?

Im vergangenen Jahr haben wir die Serie unserer naturbezogenen Atlanten gestartet und daraufhin sehr positive Resonanz erhalten. In den beiden Werken und auch im nächsten Titel der Serie, dem Pilzatlas der Schweizer Samariter (erscheint im Herbst 2021), findet der Leser lexikarische Beschriebe der jeweiligen Pflanzenarten ebenso wie spannende Rezepte und Erlebnistipps. Mit einer grossen Portion Schweizer Tradition und Heimat wird der Leser so auf eine Entdeckungsreise eingeladen. Die Atlanten können jedoch auch als Nachschlagewerk zur Bestimmung zum Beispiel von Kräutern im heimischen Garten genutzt werden.

Wie beliebt sind die Bücher der Samaritervereinigung Bern, respektive, was schätzen die Leser am meisten?

Uns erreichen sehr positive und wertschätzende Rückmeldungen. Besonders die Kombination aus dem eher informativen lexikarischen Teil und den Rezepten wird von vielen Lesern sehr geschätzt. Sie erhalten so direkt die Möglichkeit, die Pflanzen und Früchte nicht nur theoretisch kennen zu lernen, sondern hautnah zu erleben. Das Wiederendecken und bewusste Erleben von Gerüchen und Geschmäckern ist ein besonderes Erlebnis, wenn man sich die Zeit nimmt und sich darauf einlässt. Einige Leserinnen und Leser haben uns auch von Erlebnissen berichtet, bei denen sie im Garten plötzlich Kräuter entdeckten, denen sie zuvor keine Beachtung geschenkt hatten. Für mich ist auch das ein Beitrag zu einem nachhaltigen Lebensstil. Mit offenen Augen und einem geschärften Bewusstsein für die Natur durch die Welt zu gehen.

Wie steht es um den Nachwuchs der Samaritervereinigung Bern und warum lohnt es sich, hier mitzumachen?

Zuverlässigkeit, ehrenamtlicher Einsatz für Mitmenschen und gemeinnütziges Engagement sind Grundwerte der Schweizer Samariter. Eine lange Tradition, deren Erhalt für die Gesellschaft von hoher Bedeutung ist. Doch die Nachwuchsarbeit der Schweizer Samariter ist auch eine grosse Herausforderung. Wir versuchen mit unseren Angeboten auch junge Menschen zu motivieren, die wertvolle Ausbildung zum Samariter zu machen und so eine wichtige Aufgabe im Rettungswesen einzunehmen. Viele, die vielleicht von einem medizinischen Beruf träumen, diesen aber aus verschiedenen Gründen nicht erlernen können, ist nicht bewusst, dass wir Samariter häufig die erste Stufe der Rettungskette sind. Im Notfall ist häufig der Samariter als Ersthelfer vor Ort und für die entscheidende Erstversorgung und die Einleitung weiterer Rettungsmassnahmen verantwortlich. Nur dank der Unterstützung von Gönnerinnern und Gönnern sowie einer breiten Unterstützung aus der Bevölkerung, können wir die hohen Ausbildungskosten bewältigen, die für jeden einzelnen Samariter anfallen. Wir betrachten jeden einzelnen erfolgreich ausgebildeten Samariter als einen wertvollen und wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl unserer Gesellschaft.

Wie gestalten Sie das gemeinnützige Engagement und den ehrenamtlichen Einsatz für Mitmenschen modern?

Gemeinnütziges Engagement und ehrenamtlicher Einsatz ist nach meiner Überzeugung keine Frage von traditionell oder modern. Es sind traditionelle Grundwerte, die jedoch nur eine Bedeutung haben, wenn sie jeweils in der Moderne weitergelebt und gepflegt werden. Wir Samariter gehen in jeder Hinsicht mit der Zeit. Schon der medizinische und technische Fortschritt im Rettungswesen lässt keinen Stillstand zu. Wenn ich teilweise die Aussenwirkung der Samaritervereine betrachte, muss man jedoch eingestehen, dass teilweise ein etwas modernerer «Anstrich» unserer fortschrittlichen Arbeitsweise eher gerecht werden würde. Auch hier möchte ich junge Menschen motivieren sich einzubringen. Unsere Publikationen, wie zum Beispiel die Atlanten zeigen ja, dass auch traditionelle Inhalte in moderner Aufbereitung sehr positiv angenommen werden.

Interview: Corinne Remund, Berner Nachrichten

Infos und Bestellung: Die Atlanten können auf der Shop-Seite der Berner Samaritervereinigung oder direkt bei Thomas Fuchs unter 079 302 10 09 bestellt werden. Käufer und Empfänger der beiden ersten Ausgaben erhalten automatisch ein Exemplar des Pilzatlas im Herbst zugesendet.

Was ist HELP?

HELP steht für: Helfen Erleben Lernen Plausch

Du hast sicherlich schon einmal von einem Samariterverein gehört. Das sind jene, welche beim Dorffest einen Samariterposten betreuen, oder auch Nothilfekurse fürs Autofahren durchführen. Nur sind diese Samaritervereine aber auf Erwachsene ausgelegt. Daher ist das Programm für Jugendliche weniger spannend. Und genau da sind wir anders:  Wir sind ein Samariterverein, der sich an Jugendliche in der Region richtet.

Was machen wir genau?

Wir lehren unseren Mitgliedern, richtig Erste Hilfe zu leisten, und somit im Notfall Leben zu retten. Viel besser noch, wir lehren noch vertieftere Kenntnisse, als ein 1. Hilfekurs, wie zum Beispiel Blutdruckmessen oder den Umgang mit einem Rettungsbrett.

Unser Angebot bietet noch mehr. Denn bei uns wird Plausch und Erleben ebenso gross geschrieben. Besichtigungen und/oder Ausflüge sind jedes Jahr auf dem Programm. Auch darf ein Pfingstlager bei der Help-Bern nicht fehlen. Der Plausch geht jedoch auch nicht während unseren abendlichen Übungen verloren. Einmal lernen wir etwas über die stabile Seitenlage, ein andermal ist eine externe Fachperson zu Gast. Während den Übungen werden auch immer Spiele durchgeführt. Über das Jahr hindurch finden auch nationale und regionale Lager und Treffen statt. Unter anderem das HELA im Herbst.

Wie du siehst, ist bei der HELP-Bern Abwechslung garantiert und frei nach dem Motto „Lernen mit Plausch“ lernst du Leben retten. Wenn du mehr über die HELP-Bern erfahren möchtest, kontaktiere uns oder komm zu einer Übung. Wann und Wo die nächste Übung stattfindet findest du hier auf der Webseite, wir sind jedoch froh, wenn du dich vorher kurz meldest.

>> Zur Website der HELP Bern