Die Geehrten des 13. Samariterpreises

Am Montag, 2. Juli 2018, wurde im Yehudi Menuhin Forum in Bern der 13. Samariter-preis verliehen. Mit dieser Ehrung zeichnen die 100 Jahre alt gewordene Berner Samariterorganisationen, Projekte und Privatpersonen für aussergewöhnliche Leistungen mit einer Skulptur von Housi Knecht aus.

«Helden aus dem Volk» – Bericht im Bernerbär über die Preisverleihung.

Die Berner Samariter wurden 1919 gegründet und sind aktiv wie eh und je. Engagement und Einsatz sind gerade in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich. Mit dem Samariterpreis ehren wir Personen, Vereine und Projekte, welche sich für Mitmenschen einsetzen und ihnen neue Perspektiven ermöglichen. Bereits zum 13. Mal fand diese Auszeichnung statt, zu der sich weit über 300 Personen im Yehudi Menuhin Forum eintrafen. Umrahmt wurde der Anlass durch musikalische Unterhaltung der Volksmusik-Gruppe Örgelifäger und mit fetzigen Hits der Coverband Suspenders.

Dieses Jahr wurden drei Organisationen und eine Privatperson ausgezeichnet. Sie alle erhielten eine Dankesurkunde sowie eine Samariterpreis-Trophäe, welche vom bekannten Eisenplastiker Housi Knecht gestaltet wurde.

Der 3. Preis geht an das Büro Schweiz, welches tagtäglich Auskunft über Standorte und Telefonnummern von Truppen im Dienst sowie die für ins Feld adressierte Sendungen benötigten Militärleitzahlen (MLZ) gibt.

Der 2. Preis geht an die seit über 30 Jahren bestehende Lebensgemeinschaft El Rafa. Im El Rafa erhalten Menschen mit Suchtproblemen, psychischen Schwierigkeiten oder anderen problematischen Lebenssituationen eine Gelegenheit zu einem Neuanfang.

Der 1. Preis geht an die Firstresponder Kanton Bern (firstresponder.be).Die Firstresponder Kanton Bern leisten qualifizierte „Laien“-Erste Hilfe am Patienten, kommunizieren mit dem Rettungsdienst und der Sanitätsnotrufzentrale SNZ 144 in Bern und überbrücken damit das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Der Preis für ausserordentliche Leistungen wird an Viktor Haag verliehen, der im Alter von 100 Jahren immer noch Computer-Kurse für Leute im 3. Lebensabschnitt gibt.

Die Berner Samariter gratulieren den Gewinnern herzlich und danken für ihren Einsatz und ihr grosses Engagement. Die Preise sollen sie ermutigen, so engagiert weiterzumachen! Die Bevölkerung wird aufgerufen, für die kommenden Jahre weitere Preisträger zu melden. Die Meldungen können direkt beim Präsidenten der Berner Samariter, Thomas Fuchs, eingereicht werden.

Die philanthropische Gesellschaft UNION Bern verlieh gleichzeitig den Prix UNION an den KMU-Betrieb art floral. Beat Bertschy und Marianne Gafner betreiben seit über 30 Jahren aus Leidenschaft ein Blumengeschäft und trotzen den immer schwieriger werden Verhältnissen für KMU in der Berner Altstadt. Der Preis ist mit 3‘000 Franken dotiert.

Kontakt für Rückfragen: 

Thomas Fuchs / Tel. 079 302 10 09, samariter@gmx.ch
Präsident Samaritervereinigung Stadt Bern und Umgebung

 

«Helden aus dem Volk» (Bericht im Bernerbär)

 

Das Blutspendemobil ist wieder unterwegs!

Blutspenden im original Londonbus – ein aussergewöhnliches Erlebnis. Ab dem 19. Juli 2018 ist das unverkennbare Blutspendemobil wieder in Biel, Bern und Thun unterwegs. Nutzen Sie die Gelegenheit!

Im Sommer sind die Blutreserven besonders knapp, weil viele Spender in den Ferien sind – kommen Sie vorbei!

Zentralplatz Biel Donnerstag, 19. Juli 2018 12.00 – 19.30 Uhr
Zentralplatz Biel Freitag, 20. Juli 2018 11.00 – 18.00 Uhr
Zentralplatz Biel Samstag, 21. Juli 2018 10.00 – 17.00 Uhr
Münsterplatz Bern Dienstag, 24. Juli 2018 11.00 – 17.00 Uhr
Waisenhausplatz Bern Mittwoch, 25. Juli 2018 11.00 – 18.00 Uhr
Waisenhausplatz Bern Donnerstag, 26. Juli 2018 12.00 – 19.30 Uhr
Waisenhausplatz Bern Freitag, 27. Juli 2018 11.00 – 18.00 Uhr
Waisenhausplatz Thun Donnerstag, 2. August 2018 12.00 – 19.30 Uhr
Waisenhausplatz Thun Freitag, 3. August 2018 11.00 – 18.00 Uhr

Mehr Infos zur Blutspende auf der Website der Interregionalen Blutspende SRK: www.iblutspende.ch 

So manches Menschleben könnte gerettet werden

Herzinfarkt ist die Todesursache Nummer Eins in der Schweiz. Mit jeder Minute, die nach einem Herzkreislaufstillstand verstreicht, sinkt die Überlebenschance um zehn Prozent.

Es sei deshalb höchste Zeit, dass die Schwachstellen der Rettungskette genauer untersucht werden, sagt Roman Burkart vom Interverband für Rettungswesen. «Was können wir verbessern? Wie können wir ein System aufbauen, das uns hilft, mehr Leben zu retten?», so die wichtigsten Fragen.

Rettungsdienste, die Notrufzentrale 144 und Spitäler erfassen seit einigen Monaten all ihre Einsätze mit Herzkreislaufstillstand. Das Ziel des Forschungsprojekts ist ein schweizweites Register, das Auskunft darüber gibt, wer wann einen Herzkreislaufstillstand erlitten hat und wie die Versorgung abgelaufen ist.

Hauptproblem Erstversorgung

Inzwischen liegt ein erster Bericht vor. Dieser zeigt auf, dass ausgerechnet das wichtigste Element der Rettung schlecht funktioniert: Die Erstversorgung durch Laien. Oft seien diese überfordert und wüssten nicht, wie sie Erste Hilfe leisten sollen.

Deshalb fordert Burkart, dass Reanimationskurse besser ins Schweizer Schulsystem integriert werden – sprich: Reanimation als fixer Bestandteil des Stundenplans in der Primarschule.

Registrierungspflicht für Defibrillatoren

Doch nicht nur die Ausbildung der Laien, auch die Vernetzung der Profis müsse verbessert werden. Es gebe in der Schweiz zwar viele Defibrillatoren, also medizinische Geräte zur Wiederbelebung, «aber es gibt keine gesetzliche Grundlage, die einen Besitzer eines Defibrillators dazu bringt, diesen zu registrieren», moniert Burkart.

Deshalb wüssten die Notrufzentralen gar nicht, wo sich die Defibrillatoren befinden und sie könnten Ersthelfern nicht angeben, wo sie einen holen könnten.

Zusammengefasst zeigt ein erster wissenschaftlicher Blick auf die Schweizer Rettungskette: Wenn Herr und Frau Schweizer punkto erster Hilfe besser ausgebildet und die Standorte der Defibrillatoren registriert wären, könnte wohl manches Menschenleben gerettet werden.

Quelle: SRF, https://www.srf.ch/news/schweiz/ueberfordert-mit-erster-hilfe-so-manches-menschleben-koennte-gerettet-werden 

Verbrennungen der Haut – Handeln Sie unverzüglich!

Leichte Verbrühungen oder Verbrennungen heilen meist gut und ohne Folgeschäden ab. Wann aber ist es angezeigt, mit einer Verbrennung zum Arzt zu gehen, einen Rettungsdienst oder gar die Rega zu alarmieren? Und wieso sind Verbrennungen so gefährlich, ja sogar heimtückisch?

Ein unterschätztes Organ: die Haut

Grundsätzlich entstehen Verbrennungen und Verbrühungen durch die Einwirkung von Hitze auf die Haut. Um zu verstehen, wieso die Behandlung von solchen thermischen Hautverletzungen bereits sehr rasch in die Hände von Profis gehört, muss man sich vor Augen führen, wie wichtig unsere Haut ist und welche Aufgaben sie erfüllt. Die Haut ist das grösste Organ des Menschen. Sie umfasst bei Erwachsenen eine Fläche von rund 1,7 Quadratmetern und wiegt 10 bis 14 Kilogramm. Je nach Körperregion ist sie zwischen 0,5 und 4 Milimeter dick. Die Haut besteht jeweils aus den drei Schichten Epidermis, Dermis und Subkutis, die ihrerseits ebenfalls aus mehreren Schichten bestehen (siehe Kasten). In der Epidermis befinden sich Zellen, die dafür sorgen, dass sich die Haut ständig erneuern kann. Die Dermis bildet die dicke, elastische und dennoch feste Mittelschicht der Haut. Die Subkutis speichert in ihren Fettzellen Energie und isoliert den Körper. Die verschiedenen Hautschichten erfüllen viele Funktionen – in erster Linie aber schützt uns die Haut vor schädlichen äusseren Einwirkungen sowie Wärme- und Flüssigkeitsverlust und ist ein wichtiges Sinnesorgan.

Bild: www.rega.ch

Leichte oder schwere Verbrennung

Die Schwere einer Verbrennung hängt von der Temperatur, Dauer und Fläche der Hitzeeinwirkung ab. Während bei leichteren Schädigungen nur die oberen Hautschichten betroffen sind, ist bei schweren Verbrennungen oder Verbrühungen die Haut bis in tiefere Schichten geschädigt. Entsprechend der betroffenen Hautschichten erfolgt eine Einstufung in die Schweregrade 1 bis 4.

Bild: www.rega.ch

Neben der Tiefe ist die Fläche ein wichtiger Faktor in der Beurteilung einer Verbrennung. Die «Neuner-Regel» erlaubt eine rasche Einschätzung der betroffenen Fläche bei Erwachsenen (für Kinder gelten andere Werte, siehe Grafik): So entsprechen Verbrennungen des Kopfes und des Halses neun Prozent, die Arme je neun Prozent, die Vorder- und Rückseite des Rumpfes je zweimal neun Prozent, das Genital ein Prozent und die Beine je zweimal neun Prozent der Körperoberfläche. Eine weitere Möglichkeit zur Berechnung bietet die Faustregel, dass die Handfläche einschliesslich der Finger eines Patienten etwa ein Prozent seiner Körperoberfläche beträgt.

Wann besteht Lebensgefahr?

Ausschlaggebend für die Schwere und damit die Gefährlichkeit einer Verbrennung sind Tiefe (Grad) und Ausdehnung der betroffenen Hautfläche. Davon hängt ab, ob der Gewebeschaden lokal ist oder sich auf den ganzen Organismus auswirken kann und Lebensgefahr besteht. Sind zehn Prozent oder mehr der Körperoberfläche verbrannt (bei Kindern ab fünf Prozent), kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen.

Bei zweitgradigen Verbrennungen, welche das Format einer Postkarte übersteigen (zwei bis drei Prozent der Körperoberfläche), oder wenn Gesicht, Genitalien oder Hände betroffen sind, ist ein Arzt zu konsultieren. Sind mehr als zehn bis fünfzehn Prozent der Körperoberfläche zweitgradig verbrannt, muss der Rettungsdienst alarmiert werden.

Jede Verbrennung dritten Grades und höher erfordert die Behandlung in einem Spital – und bei einer Ausdehnung von mehr als zehn Prozent der Körperoberfläche gar in einer der beiden Spezialkliniken für Brandverletzte in der Schweiz. Bitte beachten Sie, dass bei Kindern, älteren und geschwächten Menschen Verbrennungen von fünf bis zehn Prozent der Körperoberfläche bereits lebensgefährliche Folgen haben können. Wie Sie Verbrennungen erkennen und behandeln, finden Sie in unserer Übersicht. Wir wünschen Ihnen schöne, ungetrübte Sommertage. – Karin Hörhager

Dieser Beitrag erschien im Rega Magazin «1414», Ausgabe Nr. 90 – www.rega.ch
Quelle: https://www.rega.ch/pdf/aktuelles/1414/PDF_Rega_Magazin_90_de.pdf

Die Rega-Notfallnummern:
Alarmnummer Schweiz: 1414
Alarmnummer Ausland: +41 333 333 333

Einladung zum Samariterpreis und des Prix UNION 2018

Liebe Mitglieder, geschätzte Gönnerinnen und Gönner, verehrte Gäste und Freunde der Berner Samariter und der UNION

Zum Dank für Ihre wertvolle Unterstützung laden wir Sie ganz herzlich zu unserem Gönneranlass mit anschliessendem Apéro riche ein. Mit der diesjährigen Verleihung des Berner Samariterpreises zeichnen wir eine Organisation, ein Projekt oder eine Privatperson für eine aussergewöhnliche Leistung aus. Die Preisverleihung soll den Samaritergedanken nach Aussen tragen und erfolgt bereits zum 13. Mal.

Zur Samaritervereinigung der Stadt Bern gehören die Samaritervereine aus der Stadt und Region Bern. Über 400 Aktivmitglieder leisten jährlich gegen 4’000 Einsatzstunden an Sportanlässen, Festen, BEA BernExpo, Tour de Suisse, Frauenlauf, Grand Prix von Bern usw. Die Samariterarbeit ist wahrer Dienst am Nächsten! Für grössere Anlässe verfügen wir über einen eigenen Nothilfewagen.

Die Schweizerische Philanthropische Gesellschaft Kreis Bern verleiht zudem den Prix UNION, mit dem innovative und etablierte Geschäftsprojekte ausgezeichnet werden. Mit dem Unionspreis unterstützt die Gesellschaft nachhaltige KMU-Projekte von Frauen in der Berner Innenstadt.

Die traditionsreiche Philanthropische Gesellschaft Bern (Union) wurde 1843 gegründet und ist eine Vereinigung von verantwortungsbewussten und engagierten Männern, die sich für Freundschaft, Solidarität und Toleranz in ihrem Umfeld und in der Welt einsetzen. Sie hat ihren Sitz in der Berner Altstadt (Brunngasse 36), wo sie auch ein Restaurant betreibt.

Der Samariterpreis und der Prix UNION werden am Montag, 2. Juli 2018, in einem festlichen Rahmen vergeben. Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Feiern Sie mit uns im Yehudi Menuhin Forum Bern bei Stimmung, Unterhaltung und Gaumenfreuden die Verleihung der beiden Preise.

Die Samaritervereinigung der Stadt Bern und Umgebung und die Schweizerische Philanthropische Gesellschaft Kreis Bern freuen sich auf Ihre Teilnahme!

>> Einladung und Programm (PDF)

Wo können Sie Erste-Hilfe-Material bestellen?

Sei es für den nächsten Sanitätsdienst-Einsatz, für das Sanitätszimmer in Ihrer Unternehmung oder zum Privatgebrauch – im Online Shop des Schweizerischen Samariterbundes finden Sie das passende Material.

Vom kontaktlosen Fieberthermometer bis zum Defibrillator – der Online-Shop bietet eine breite Auswahl an Erste-Hilfe-Material und Hilfsmitteln. Gerne führen wir Ihnen auch die verschiedenen Geräte in unserem Showroom in Olten persönlich vor, damit Sie persönlich die Funktionalitäten testen können.

Die Lieferung erfolgt innert 24 Stunden bei Eingang der Bestellung bis 14 Uhr.

>> Hier gelangen Sie zum Online-Shop der Samariter

Impressionen von den Arztvorträgen 2018

Im Januar und Februar 2018 führte die Samaritervereinigung der Stadt Bern ihre alljährliche Vortragsreihe durch. Dieses Mal gewährte Dr. med. Simon Feldhaus einen Einblick zu den Themen Müdigkeit und Schlafstörungen. Der Leiter Medizinische Dienste der Paramed AG, dem Kompetenzzentrum für Ganzheitsmedizin, konnte an drei Abenden vor einem vollbesetzten Hörsaal im Inselspital Bern referieren.

Hier einige Impressionen von den Arztvorträgen 2018:

Einladung zu den Arztvorträgen 2018

Liebe Gönner und Mitglieder,
liebe Freunde der Berner Samariter

Gerne laden wir Sie zur Vortragsreihe 2018 der Berner Samariter ein. Dr. med. Simon Feldhaus wird uns einen Einblick in ein interessantes Thema geben. Wir freuen uns auf einen spannenden Vortrag des Leiters Medizinische Dienste der Paramed AG, dem Kompetenzzentrum für Ganzheitsmedizin.

«Müdigkeit / Schlafstörungen»

Der Referent: Dr. Simon Feldhaus

  • Facharzt für Allgemeinmedizin (D)
  • Fähigkeitsausweis Phytotherapie FMH/SMGP
  • Fähigkeitsausweis interventionelle Schmerztherapie SSIPM
  • Dipl. Heilpraktiker
  • Dipl. TCM Therapeut

Die Vorträge finden an folgenden Daten statt:

  • Mittwoch, 17. Januar 2018
  • Dienstag, 23. Januar 2018
  • Mittwoch, 14. Februar 2018

Ort:
Hörsaal 1 (Auditorium Ettore Rossi) der Kinderklinik des Inselspitals, Freiburgstrasse 31/31B, Bern

Zeit:
Beginn jeweils pünktlich um 20.00 Uhr. Ab 19.00 Uhr gibt es das traditionelle Kalziumbuffet mit Milch-Drinks, Mineralwasser, Käse und Brot (Kollekte am Ausgang).

Anreise:
Bus-Linie 11 bis Haltestelle «Inselspital» oder Bus-Linie 13 bzw. Tram-Linien 7 oder 8 bis Haltestelle «Kaufmännischer Verband».

>> Einladung mit Anmeldetalon (PDF)

Der Berner Samariterpreis wurde zum 12. Mal verliehen

Bereits zum 12. Mal wurde in Bern der Samariterpreis verliehen. Mit dieser Ehrung zeichnen die Berner Samariter Organisationen, Projekte und Privatpersonen für aussergewöhnliche Leistungen aus.

Dieses Jahr feiern die Berner Samariter ihren 100. Geburtstag. Ein Höhepunkt dieser Feierlichkeiten bildete die Verleihung des Samariterpreises. Dieser wurde am Montag bereits zum 12. Mal verliehen. Seit 2006 werden mit dem Samariterpreis Organisationen, Vereine, Personen und Projekte ausgezeichnet, welche sich für Mitmenschen einsetzen und ihnen neue Perspektiven ermöglichen. Über 300 Gäste fanden sich im Yehudi Menuhin Forum in Bern ein, um die diesjährigen Preisträger zu beglückwünschen. Umrahmt wurde der Anlass durch musikalische Unterhaltung der Volksmusik-Gruppe Örgelifeger und mit beschwingten Jazz-Klängen der Village Street Band.

Dieses Jahr wurden zwei Organisationen und zwei Privatpersonen ausgezeichnet. Sie alle erhielten eine Dankesurkunde sowie eine Samariterpreis-Trophäe, welche vom bekannten Eisenplastiker Housi Knecht gestaltet wurde.

Die diesjährigen Preisträger: Tania Steiner, Gründerin und Direktorin der Zirkusschule Bern – Thomas W. G. Schmidt, Oberstleutnant, Internationale Beziehungen Schweizer Armee – Georges Dubi, Missionsleiter Stiftung Christliche Ostmission – Xaver Meier, seit 68 Jahren bei den Samaritern

Thomas W. G. Schmidt – für das uneigennützige und vorbildliche Verhalten anlässlich eines tragischen Helikopterabsturzes auf dem Gotthard. Er hat mutig und unerschrocken sein eigenes Leben für das Wohlehrgehen Dritter riskiert.

Xaver Meier – für das jahrelange und vorbildliche Engagement, welches er seit über 68 Jahren als Samariter ehrenamtlich beweist. Der Preis soll zugleich eine Ermunterung sein, dass diese jahrelange Tätigkeit für viele junge Leute ein Vorbild sein möge und er selber noch lange so weitermachen kann.

Stiftung Christliche Ostmission – Anerkennung für die 44jährige Tätigkeit der Stiftung Christliche Ostmission in Worb und für ihre Unterstützung an Ärmste in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion mit Kleidern, Lebensmitteln und Betreuung. Unzählige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus verschiedenen evangelischen Kirchen beweisen die nachhaltige Unterstützung durch Hilfe zur Selbsthilfe.

Zirkusschule Bern – für die Tätigkeit der Zirkusschule Bern, welche für jugendliche Kinder und auch für Erwachsene im Raum Bern ein spannendes und lehrreiches Angebot geschaffen hat. Der Preis soll die Zirkusschule und ihre ehrenamtlichen Initiantinnen und Initianten ermutigen, unermüdlich und mit Spass und Elan im Einsatz zu bleiben!

Die Berner Samariter gratulieren den Gewinnern herzlich und danken für ihren Einsatz und ihr grosses Engagement. Die Preise sollen sie ermutigen, so engagiert weiterzumachen! Die Bevölkerung wird aufgerufen, für die kommenden Jahre weitere Preisträger zu melden. Die Meldungen können direkt beim Präsidenten der Berner Samariter, Thomas Fuchs, eingereicht werden.

>> Bericht des „BärnerBär“ mit zahlreichen Fotos

Kontakt für Rückfragen:   
Thomas Fuchs / Tel. 079 302 10 09, samariter@gmx.ch
Präsident Samaritervereinigung Stadt Bern und Umgebung

«Wir dachten, das seien unsere letzten Sekunden»

Nach dem Absturz eines Super-Pumas auf dem Gotthard holte Thomas Schmidt die Helikopter-Crew aus dem brennenden Wrack. Für den mutigen Einsatz erhält der nun den Samariterpreis.

Ende letzten September stürzte auf dem Gotthardpass ein Transporthelikopter der Schweizer Armee des Typs Super-Puma ab, nachdem er sich unmittelbar nach dem Start in einer Hochspannungsleitung verfangen hatte. Traurige Bilanz des Unfalls: Zwei tote Milizpiloten, ein verletzter Flughelfer.

Oberstleutnant Thomas Schmidt hat das Drama hautnah miterlebt. Er war an jenem Tag einer von vier Schweizer Armee-Angehörigen, die die OSZE-Inspektion begleiteten. Kurz nachdem die Gruppe vom Helikopter abgesetzt worden war, setzte dieser zum Weiterflug an – und kollidierte mit den Stromkabeln.

«Gib mir deine Hand. Das ist ein Befehl!»

«Das Geräusch muss man sich wie ein Zerschnetzeln vorstellen», beginnt Schmidt zu erzählen. Zerschnittene Leitungen peitschten durch die Luft, Helikopter-Teile schlugen unmittelbar neben den Militärs ein. «Wir dachten, das seien unsere letzten Sekunden.» Doch wie durch ein Wunder überstanden sämtliche Mitglieder der Delegation, die sich genau unterhalb des startenden Helikopters in Warteposition befand, den Trümmerhagel nahezu unbeschadet.

Schmidt und ein Wachtmeister eilten zum inzwischen lichterloh brennenden Wrack, um die beiden Piloten und den Flughelfer zu befreien. «Die Scheiben mussten wir mit Sackmessern und blossen Händen einschlagen», erinnert sich Schmidt. Der Zugang in die brennende Kabine war nur durch die enge Bodenluke möglich. Ein Pilot war im zerstörten Cockpit eingeklemmt, zudem zeigte der benommene Flughelfer anfangs keine Reaktion auf Schmidts Aufforderung, ihm die Hand zu reichen. «Schliesslich schrie ich, dies sei ein Befehl. Das muss ihn wachgerüttelt haben», so der 45-Jährige. Schmidt und seinen Kollegen gelang es schliesslich, die drei Insassen herauszuziehen. Wenige Sekunden später ging das Wrack vollends in Flammen auf.

Dem Tod entronnen

«Es war für uns völlig klar, was zu tun war», sagt Schmidt. Auf den Gang ins brennende Wrack zu verzichten, habe nicht zur Debatte gestanden. «Die wichtigste Regel in der militärischen Sanitätsausbildung lautet: Niemand bleibt zurück», sagt der Kommandant eines Spitalbatallions. Als Leiter der Mission, der auch den Flugplan erstellte, habe er sich für die Helikopter-Crew selbstverständlich verantwortlich gefühlt. «Mir den Vorwurf machen zu müssen, nicht alles versucht zu haben, wäre für mich das Schlimmste.»

Dass er Trümmerregen und Bergungsaktion nur mit leichten Verletzungen überlebte, kann Schmidt selbst kaum glauben. Er selbst sagt dazu: «Ich bin dem Tod an diesem Tag mehrmals von der Schaufel gesprungen.»

Für seinen selbstlosen Einsatz erhält Schmidt am Montag den Berner Samariterpreis verliehen. Schmidt: «Das ist zwar eine schöne Anerkennung, angesichts des Verlusts zweier Kameraden aber leider kein Trost.»

Simon Ulrich, 20 Minuten
http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/-Wir-dachten–das-seien–unsere-letzten-Sekunden–21063536